Archiv der Kategorie: gesunder Huf

Anweiden hilft nicht gegen Hufrehe

Bitte, passt auf Eure Pferde auf. Es häufen sich gerade akute Hufrehefälle. Gerade auch bei Pferden die bisher scheinbar keine Gefährdung hatten. Auch bei Pferden die ganzjährig auf der Wiese stehen.
Das Gras fängt jetzt an zu wachsen, alles was an Frostschutzfruktanen den Winter über noch relativ statisch etwas oberhalb des Bodens war, und hauptsächlich in den Wurzeln, wird jetzt nach überirdisch gepumpt. Man kann Pferde aber nicht an Fruktan gewöhnen. Nicht mit Dauerbegrasung und nicht mit Anweiden. Man kann sie mit Anweiden nur an veränderte Eiweisswerte, verringerte Rohfaser und vermehrte Wasser gewöhnen, dies kann Kolliken vermeiden aber keine Hufrehe

QUELLE: „Anke Asher“ – Natural Horse Herbs

gefrorener Boden

IMG-20160118-WA0020gerade Aktuell .

Sieht Ihr Matschauslauf auch so aus ? Nun wurde es die Tage auch im Saarland richtig frostig.

Der Boden gefriert und ggf geht Ihr Pferd plötzlich fühlig.

Hat Ihr Pferd schon gesunde Naturhufe, stellen diese Bodenverhältnisse keine Probleme dar! Ist Ihr Pferd gerade in Umstellung zum gesunden Huf oder hat „Probleme“ mit den Hufen, können diese Bodenverhältnisse schon mal schnell eine Lederhautprellung oder Entzündung hervorrufen.

Achten Sie auf Ihr Pferd! Wie läuft es auf dem Boden? Geht es vorsichtig, ist das als normal einzustufen.  Geht es ungern oder weigert sich sogar, sollten Sie über einen Hufschutz nachdenken.

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Ich habe meinem eigenen Pferd “ nur eins der 4 in dieser Herde “  zum Schutz die Equine Fusion Jogging Shoes angezogen. Die Sohle ist beweglich, der Ballen kann Unebenheiten auch mit den Schuhen ausgleichen. Die Hufsohle wird etwas geschützt, aber nicht fern von Reizen gehalten. Dieser Schuh kann auch 24 Stunden am Pferd bleiben. Nur zum Lüften ziehe ich sie täglich aus.

Schützen Sie Ihr Pferd in der eisigen Zeit!

Haben Sie keinen Hufschutz zur Hand, sorgen Sie dafür, dass Ihr Pferd auf glatter Oberfläche stehen kann. Wichtig: auch der Zugang zum Wasser und Heu sollte beschwerdefrei möglich sein.

Läuft Ihr Pferd normal über diesen Boden, dann Glückwunsch zum gesunden Naturhufer! 🙂

 

Blutegeltherapie

Altes Wissen neu endeckt !

Biete Blutegeltherapie begleitend bei allen Klein-und Großtieren an. Ich Informiere sie gerne über diesen großartigen kleinen Helfer. Helfen sie Ihrem Tier bei Athrosen, Blutergüssen, jegliche Entzündungen, Biss-,Trittverletzungen. Ekzme, Abzess, Hufrollenentzündung, Rehe, Spondylose, Sehenschaden Muskelverspannung, Satteldruck uvm.

Barhufbearbeitung

Biete ab sofort Naturhuf Bearbeitung, Umstellung von Beschlag auf Naturhuf, Beratung rund um das Thema Barhuf, Bearbeitung von Zwanghufen, Hornstpalten und Rissen, Hohle Wände, Strahlfäule, Rehehuf und Hufrollensyndrom,  sowie Hufschuhe Anpassung an.

Warum laufen viele Pferde Barhuf schlecht?

Das Hufwachstum in den ersten 5 Lebensjahren ist entscheidend für die Hufqualität.

Oft ist es leider so, dass Pferden während der Aufzucht zu wenig Raum geben wird, um sich frei zu bewegen. Nur ein gut bewegter Huf auf verschiedenen Untergründen kann sich voll entwickeln. Wie sehen die Aufzuchtsplätze heute aus? Oft sieht man Paddockbox mit  evtl. Weidegang. Die jungen Pferde haben selten die Möglichkeit auf hartem, unebenem, steinigen Untergrund, der so wichtig wäre, zu rennen, toben,springen… Wenn toben, dann auf weicher Weide, im weichen Sand und immer „schön“ eben.

Einige interessante Erkenntnisse stammen von Robert Bowker, einem Veterinär, der als Dirketor des Equine Foot Laboratory am Michigan State University Collage unter anderem fest stellte, dass Pferde mit leistungstarken Hufen im Strahlpolsterbreich faserigen Knorpel entwickeln. Aber dies erst ab etwa dem 5. Lebensjahr.                                                   Doch wie sieht es wirklich aus?

Meist  werden unsere Pferde, die sich im Fohlenalter schon nicht richtig entwickeln konnten, mit 3 Jahren eingeritten. ( Quarter Horse, und Vollblüter meist schon 1 1/2 oder 2 Jährig)  Nicht nur der gesamte Körperbau ist diesem nicht gewachsen, auch die Hufe stehen voll in Ihrer Entwicklung. Üblicherweise bekommt das Pferd mit dem Beritt nun seinen ersten Beschlag.

Was passiert im jungbeschlagenem Huf?

Der Huf, dessen Meschanismus nun sehr eingeschränkt ist, wird nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Dadurch wird u.a. das Wachstum unterdrückt und somit auch das Nervensystem degenieriert.

Der Tastsinn wird geraubt und das Pferd merkt nicht mehr, wann es vorsichtig auftreten soll. Dies  gibt Stöße auf das gesamte Bein, die sich negativ auf Gelenke, Sehen, Bänder auswirken.

Die Hufbeinäste und das Strahlkissen entwickeln sich nicht richtig.

Festes leistungstarkes Horn wird nicht mehr gebildet, da es nicht mehr gebraucht wird

Der Huf kann sich nicht selber helfen, er wird erst beim nächsten Beschlagen wieder „in Form“ gebracht.  Da in den seltensten Fällen im rechten Zeitpunkt dieses in „Form bringen“ geschieht, kommt es häufig zu Fehlstellungen. Diese merkt das Pferd selbst oft gar nicht „tut ja nix weh“ und so läuft es lange weiter bis sich dann ernste Veränderungen zeigen. Nicht nur im Huf sondern im gesamten Pferd. u.a. die leider schon  üblichen Hufdeformationen, Verspannungen, Gallen, Hufrollenentzündung, Spat, Arthrosen um nur einige zu nennnen.

Was fühlt das Pferd nach Eisenabnahme?

Der Huf wird spontan wach..

Das Nervesystem schaltet langsam ein (vergleichbar mit einem eingeschlafenen Fuß).

Die Hufsohle die unter Beschlag nie Bodenkontakt hatte, trägt auf einmal mit. Das gibt Druck, den das Pferd nicht mehr gewohnt ist. Manchmal ist die Sohle so dünn, dass es das Pferd richtig schmerzt.

Die Hufwände sind nicht fest genug und oft zu lang. Sie biegen und brechen aus, dies gibt Zug oder auch Druck auf die Weiße Linie was wiederum schmerzt.

evtl. hat der Strahl Bodenkontakt, das ist sehr gut aber für viele Pferde unter Beschlag auch ungewohnt.

In dieser Hufsituation braucht es Zeit, es gibt Pferde die sehr schnell oder sofort damit klar kommen und andere die etwas länger brauchen. Mache bilden sehr schnell Horn zum schnellen Schutz. .Dieses Horn ist noch kein Leistungsfähiges Horn. Leistungsstark entwickelt es sich erst mit der Zeit.

Wie unterstütze ich ein Pferd das nicht gut Barhuf läuft?

Erstens gebe ich ihm Zeit, ich schaffe ihm die Möglichkeit sich frei und viel zu Bewegen.

Ich gebe ihm auch Anreize sich zu bewegen. Kameraden, Futter-Wasser-Schlafplatz weit auseinander.

Das Pferd braucht verschiedene Untergründe auf denen es laufen kann, dabei sollte es selbst entscheiden können wie lange und schnell es darüber gehen möchte.

Eine gesunde regelmäßige Hufbearbeitung ist unerlässlich.

ggf. brauchen die Hufe einen Hufschutz.

Hufe, die sich nicht richtig entwickeln konnten haben meist einen irreparablen Zustand, daß heisst aber nicht, das dieses Pferd nicht gut auf seinen Hufen laufen kann. Gerade diesen Hufen sollte man die Chance geben sich weiterzuentwickeln. Das Pferd entwickelt von Natur aus den ihm besten möglichen Zustand. Als Fluchtier ist es auf leistungsfähige Hufe angewiesen.

Dann gibt es noch Barhufbearbeitung die nicht gut funktioniert. Meist geht diese mit Ausdünnen der Sohle und mit schönstellen der Hufe einher. Es ist schwierig für den Pferdebesitzer eine gute Bearbeitung von einer schlechten zu unterscheiden. Hören sie am besten auf Ihr Pferd. Lassen sie sich alles erklären und vertrauen sie nicht blind. Eine gute Literatur zum Barhuf finden sie als kostenlosen Download hier.

 

 

 

rund ums Pferdebein

Das Pferdebein

„Es ist so stabil, dass ein Pferd darauf mit 60 km/h herumlaufen kann. Dabei werden die Stöße ständig gefedert“. „Es regeneriert sich dauernd, wird täglich abgenutzt und wieder neu aufgebaut. Und je mehr Bewegung es hat, desto stabiler wird es.“

Immerhin 50 Millionen Jahre hat es gedauert, bis die Natur dieses Wunderwerk vollbracht hat. Aus dem fünfzehigen Waldbewohner wurde ein hoch spezialisierter Zehenspitzengänger. Deshalb sind alle Knochen im Pferdebein, im Vergleich zur menschlichen Hand, sozusagen eine Etage höher angeordnet. Das Vorderfußwurzelgelenk entspricht also keinesfalls unserem Knie, sondern unserem Handwurzelgelenk. Das Knie des Pferdes liegt nahe am Rumpf am Hinterbein. Der Huf entspricht unserem Mittelfinger. Die anderen Zehen haben sich stark zurück entwickelt. Griffelbeine gehören wie die Kastanie zu den sogenannten Rudimenten der Pferde-Evolution.

Das Phänomen Pferdebein verbirgt in seinem Inneren außerdem viele weitere kleine Wunderwerke: Da gibt es Sesambeine, die als Hebel für die Sehne fungieren, Schleimbeutel, die die Sehnen vor Abrieb am Knochen schützen, ein Hufbein das jede Menge Druck verträgt, weil es mit Lederhaut und Hornkapsel flexibel verbunden ist. Und nicht zuletzt Ellbogen und Kniegelenke, die gestreckt bleiben, während das Pferd im stehen döst Der Mechanismus, der hinter diesem ausgeklügelten System steckt, ist faszinierend: Die umgebenden Knochen und Bänder können die Gelenke sozusagen verschließen. Ab dem Vorderfußwurzelgelenk haben die säulenartig aufgebauten Vorderbeine außerdem nur noch Sehnen und Bänder, keine Muskeln, die erschlaffen könnten. An den Hinterbeinen kann das Pferd durch eine kurze Muskelkontraktion willentlich seine Kniescheibe blockieren. Sein Gewicht ruht dann hauptsächlich auf diesem Bein, während das andere entlastet ist und auf der Hufspitze steht. Nach ungefähr vier bis fünf Minuten wird das Bein gewechselt. Pferde verbringen ungefähr zwei bis drei Stunden täglich in dieser Haltung.

Bewegt sich das Pferd den ganzen Tag grasend im Schritt, so werden die Knorpel von der Gelenkschmiere reichlich ernährt und in Form gehalten. Durch das ständige Auf- und Abfußen saugen sich viele hundert Gelenkknorpel im Pferdekörper mit den lebenswichtigen Substanzen der Gelenkschmiere voll.

Bei einem stehenden Pferd ist die Gelenkschmiere nicht flüssig sondern gallertartig. So verkümmern die Knorpel und schleifen sich bis auf die Knochen ab, wenn plötzlich doch Bewegung gefragt ist. Weil ein Gelenkknorpel keine Nerven besitzt, spürt das Pferd diesen Verschleiß nicht einmal. Bis die Gelenkknorpel erkranken. Am häufigsten kommen Spat, Schale und Podotrochlose vor.

Falsche Belastung als Ursache von Gelenkschäden

„Gelenkschäden sind neben Sehnenschäden die häufigsten Lahmheitsursachen“. Die Ursachen sind für beide Krankheiten recht ähnlich: Überbelastung, Fehlstellungen, falsche Hufbearbeitung, mangelnde Bewegung und Reiten auf ungeeignetem Untergrund. Dadurch können z.B auch Gallen entstehen. Die zuerst nur als Schöhnheitsfehler angesehen werden aber Hinweis darauf geben das eine Überlastung an dieser Stelle gegeben ist. Das Gelenk reagiert auf die falsche Belastung mit einer übermäßigen Produktion von Gelenkflüssigkeit.

Um das Pferdebein gesund zu halten, sollte man jedes Pferd mindestens vier Stunden täglich bewegen. Am günstigsten steht das Pferd in einem Paddocktrail in dem es sich 24 Stunden frei Bewegen kann & gemeinsames Rennen auf der Weide.

Daneben muss etwa alle sechs Wochen ein Pfleger nach den Hufen sehen. Bei den meisten Pferden entsteht durch zu wenig Abrieb in dieser Zeit eine zu lange Zehe.Vor allem in den unteren Gelenken des Pferdebeins kommt es oft zu Verschleißerscheinungen, die durch rechtzeitiges professionelles Bearbeiten verhindert werden können.

 

 

 

Warum Naturhuf?

Es hat sich in den letzten Jahrzehnten die Meinung verbreitet: ein Pferd brauche Hufeisen. Dabei sind Hufeisen früher als reiner Abriebschutz entwickelt worden. Heute  wird es gemacht weil jeder es tut, weil das Pferd ohne Eisen fühlig, klamm, kurz oder lahm geht. Aber warum geht es so? Weil der Huf ein Problem hat. Man versucht mit Hilfe des Beschlags einfach die Symptome auszuschalten. Ein gesunder Naturhuf geht i.d.R. ohne Schmerzen über jeden Boden. Ist der Huf an weichen, abriebarmen Boden angepasst (der Huf passt sich immer an den Boden an, auf dem er lebt), dann braucht er in der Regel den AbriebSchutz nur dann, wenn das Pferd außerhalb dieses Lebensraumes laufen soll; Aber nicht rund um die Uhr. Warum also ein Eisen drunter nageln, welches diverse negative Folgeerscheinungen nach sich zieht, wenn es die Möglichkeit gibt, mit Hufschuhen als AbriebSchutz zu arbeiten, wenn dieser  gebraucht wird. Das Pferd darf dann den Rest des Tages barhuf und natürlich leben. 

Vorteile eines Naturhufes:

Geringe Verletzunsgefahr, da sie den Boden spüren und lesen
Natürliches Abrollen und ein schwungvoller Gang
Intakte Hornwand bietet Fäulnis und Bakterien keinen Zugang
Beugt Krankheiten der gesamten Gliedmaßen vor
Durch die Hufmechanik funktioniert die Blutpumpe im Huf optimal und wird dadurch besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt
Bodenunebenheiten werden ausgeglichen – dies unterstützt die Gelenke
Entgiftungsunterstützung für die Leber

 

Was können Sie selbst tun?

Seien Sie aufmerksam! Hinterfragen Sie alles! Lassen Sie sich erklären, was der Bearbeiter wie und warum tut. Kein Pferd darf nach einer Hufbearbeitung Schmerzen haben.

Sorgen Sie für ausreichend Bewegung. Schaffen Sie Bewegungsanreize auf verschiedenen Untergründen. Soll Ihr Pferd Schotterwege Barhuf meistern, müssen die Hufe regelmäßig auf Schotter trainiert werden. Selbstverständlich so, dass Ihr Pferd selbst entscheiden kann wo es läuft und keine Scherzen dabei leidet. Bewährt hat sich die Haltung im Offenstall mit PaddockTrail.

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Raufutter.

Halten Sie sich an ausgewogene Bearbeitungsintervalle. Sie richten sich in erster Linie nach Fehlstellungen, die durch die Bearbeitung nach und nach korrigiert werden und nach der Hufabreibung. Gesunde Hufe, die auf allen Böden schmerzfrei laufen können, brauchen bei regelmäßiger Stimulation durch Laufen auf verschiedenen Untergründen einen wesentlich längeren Bearbeitungsabstand.

Und zuletzt: geben Sie Ihrem Pferd Zeit, in der Umstellung leistungsfähige Hufe zu entwickeln. Schützen Sie die Hufe ggf. temporär mit einem Hufschutz. Haben Sie Geduld, aber lassen Sie Ihr Pferd niemals leiden.

Lehnen Sie sich zurück und versuchen Sie sich vorzustellen, wie Ihr Pferd leben würde, gäbe es plötzlich keine Menschen mehr. Sehr schnell würde es wild werden. Sich viel bewegen, Herden bilden, sich Fortpflanzen. Wie würden die Hufe aussehen? Sie würden sich der Abnutzung anpassen und somit den Anforderungen an einen leistungsfähigen Huf gerecht werden. Nichts anderes werde ich mit meiner Bearbeitung nachahmen.

 

Hufbeschlag

„Der Hufbeschlag ist eigentlich nur das Mittel, den möglichst größten Nutzen aus den Pferden zu ziehen….

Ob der Hufbeschlag das Mittel ist, die Hufe gesund zu erhalten, das ist eine Frage, die man füglich verneinen kann; denn die Erfahrung hat gelehrt, daß, je länger die Tiere beschlagen werden, ein umso nachtheiliger Einfluß auf die Hufe ausgeübt wird.“

Zitat: Lehr- und Handbuch der Hufbeschlagskunst von 1861