Einsatz von Blutegeln schon in der Antike

seit etwa 3000 Jahren werden Blutegel nachweislich als Heilmittel eingesetzt. In der Indischen und der Chinesischen Medizin (600-100 v. Chr.) wurde erfolgreiche Blutegelbehandlung dokumentiert.Auch die Griechen und Römer setzten sie bei Athrosen,Gicht,Krampfadern,Kopfschmerzen, Fieber und Psychosen ein. Bis ins Vorletzte Jahrhundert waren Blutegel noch ein gelobtes Heilmittel. Sie wurden nicht nur vom Medikus eingestezt, sondern waren schon immer Teil der Volksmedizien. Das Wort Egel stammt von griechischem „echis“ was „kleine Schlange“ bedeutet ab. Das Wort Egel entspricht in vielen Kulturen dem „Heiler“ so z.B. im England wurden die Heiler „leecher“ gerufen (leech=Blutegel) Der Indische Gott Ayurveada hielt Egel in einer Hand. Auch wurden sie in den Schriften Hildegard von Bingen empfohlen. Gegen Mitte des 19 Jahrhunderts kam es zum Niedergang der Blutegelbehandlung, wie so viele traditionelle Behandlungen mußte sie der Schulmedizin weichen. Ein Wiedereinzug in der Schulmedizien erhielt die Blutegeltherapie 1987 durch durch den Harvard-Professor Joe Upton und einen weiteren Meilenstein als im Sept.2004 die Fa Merck das Schmerzmittel Vioxx vom Markt nahm womit ein Bestandteil der Schmerz- und Arthrosetherapie wegfiel. Diese Lücke konnte man mit Blutegel schließen.

 

 

* Der Blutegel -Parasit oder medizinisches Wunder? – Olivia Bieckerle

Warum Naturhuf?

Es hat sich in den letzten Jahrzehnten die Meinung verbreitet: ein Pferd brauche Hufeisen. Dabei sind Hufeisen früher als reiner Abriebschutz entwickelt worden. Heute  wird es gemacht weil jeder es tut, weil das Pferd ohne Eisen fühlig, klamm, kurz oder lahm geht. Aber warum geht es so? Weil der Huf ein Problem hat. Man versucht mit Hilfe des Beschlags einfach die Symptome auszuschalten. Ein gesunder Naturhuf geht i.d.R. ohne Schmerzen über jeden Boden. Ist der Huf an weichen, abriebarmen Boden angepasst (der Huf passt sich immer an den Boden an, auf dem er lebt), dann braucht er in der Regel den AbriebSchutz nur dann, wenn das Pferd außerhalb dieses Lebensraumes laufen soll; Aber nicht rund um die Uhr. Warum also ein Eisen drunter nageln, welches diverse negative Folgeerscheinungen nach sich zieht, wenn es die Möglichkeit gibt, mit Hufschuhen als AbriebSchutz zu arbeiten, wenn dieser  gebraucht wird. Das Pferd darf dann den Rest des Tages barhuf und natürlich leben. 

Vorteile eines Naturhufes:

Geringe Verletzunsgefahr, da sie den Boden spüren und lesen
Natürliches Abrollen und ein schwungvoller Gang
Intakte Hornwand bietet Fäulnis und Bakterien keinen Zugang
Beugt Krankheiten der gesamten Gliedmaßen vor
Durch die Hufmechanik funktioniert die Blutpumpe im Huf optimal und wird dadurch besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt
Bodenunebenheiten werden ausgeglichen – dies unterstützt die Gelenke
Entgiftungsunterstützung für die Leber

 

Was können Sie selbst tun?

Seien Sie aufmerksam! Hinterfragen Sie alles! Lassen Sie sich erklären, was der Bearbeiter wie und warum tut. Kein Pferd darf nach einer Hufbearbeitung Schmerzen haben.

Sorgen Sie für ausreichend Bewegung. Schaffen Sie Bewegungsanreize auf verschiedenen Untergründen. Soll Ihr Pferd Schotterwege Barhuf meistern, müssen die Hufe regelmäßig auf Schotter trainiert werden. Selbstverständlich so, dass Ihr Pferd selbst entscheiden kann wo es läuft und keine Scherzen dabei leidet. Bewährt hat sich die Haltung im Offenstall mit PaddockTrail.

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Raufutter.

Halten Sie sich an ausgewogene Bearbeitungsintervalle. Sie richten sich in erster Linie nach Fehlstellungen, die durch die Bearbeitung nach und nach korrigiert werden und nach der Hufabreibung. Gesunde Hufe, die auf allen Böden schmerzfrei laufen können, brauchen bei regelmäßiger Stimulation durch Laufen auf verschiedenen Untergründen einen wesentlich längeren Bearbeitungsabstand.

Und zuletzt: geben Sie Ihrem Pferd Zeit, in der Umstellung leistungsfähige Hufe zu entwickeln. Schützen Sie die Hufe ggf. temporär mit einem Hufschutz. Haben Sie Geduld, aber lassen Sie Ihr Pferd niemals leiden.

Lehnen Sie sich zurück und versuchen Sie sich vorzustellen, wie Ihr Pferd leben würde, gäbe es plötzlich keine Menschen mehr. Sehr schnell würde es wild werden. Sich viel bewegen, Herden bilden, sich Fortpflanzen. Wie würden die Hufe aussehen? Sie würden sich der Abnutzung anpassen und somit den Anforderungen an einen leistungsfähigen Huf gerecht werden. Nichts anderes werde ich mit meiner Bearbeitung nachahmen.